Rockabilly ist eine Lebenseinstellung!!
Rockabilly ist eine der Spielarten des Rock ’n’ Roll. Sie entstand Mitte der 1950er Jahre, als junge, hauptsächlich weiße Musiker in den amerikanischen Südstaaten den schwarzen Rhythm & Blues auf ihre Art und mit den ihnen vertrauten Instrumenten neu interpretierten und mit Country-Musik vermischten.
Da der Boom dieser Musik, die zunächst keinen einheitlichen Namen hatte und zuweilen einfach unter Pop, Country oder Rhythm and Blues eingeordnet wurde, nicht über die Grenzen der Südstaaten hinausging, versuchten einige Interpreten etwa ab 1956 den ländlichen Unterton dieses Stils abzuschütteln, um auch überregional Erfolg zu haben. Der Begriff Rockabilly setzte sich nur allmählich durch, denn die Assoziation mit Hillbilly (= Landei, Hinterwäldler) betonte das Provinzielle, Ländliche dieser Musik.
Populär und einem breiten Publikum bekannt wurde der Begriff erst im Zuge des Rockabilly-Revivals Anfang der 1980er Jahre. Auch heute noch gibt es auf der ganzen Welt (vor allem in Europa und Japan) eine kleine Rockabilly-Szene mit Konzerten, regelmäßigen Zusammenkünften, Oldtimer-Treffen oder speziellen Zeitschriften.
Rockabilly in Europa
In Deutschland spielen eine ganze Reihe von Bands ihre eigenen auch deutschsprachigen Lieder („Deutsch-Rockabilly“), wie die Ace Cats, die im Jahre 1984 einen Charterfolg mit dem Lied Linda hatten. Auch in Österreich hat sich seit den frühen 90er Jahren eine Rockabillyszene entwickelt. Seit dem Tod Elvis Presleys 1977 und dem damit ausgelösten Rockabilly-Revival wurden auch heute noch aktive Musiker wie Sleepy LaBeef oder Eddie Bond in Europa bekannt.
In den 1980er Jahren hatten der englische Rockabilly-Sänger Shakin’ Stevens mit Coverversionen bekannter Rock'n'Roll- und Rockabilly-Titeln und die britische Band Matchbox großen Erfolg. Shakin’ Stevens erreichte mehrmals Platz 1 der englischen sowie der europäischen Charts, Matchbox Platz 8 der deutschen Charts mit dem Lied Midnite Dynamos. Ein weiterer Vertreter des heutigen Rockabillys ist Charlie Thompson. Mit Coverversionen alter Rockabilly-Titel spielt er weltweit auf Rockabilly-Festen und bringt Alben heraus. Thompson gab ebenfalls einige Konzerte in Deutschland.
Von England aus startete auch das Rockabilly-Revival in den 1980er-Jahren. Angeführt von der New Yorker Band Stray Cats, entstand so der sogenannte Neo Rockabilly.
Quelle: Wikipedia
